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Massaria-Krankheit

Die Massaria-Krankheit der Platane greift seit einigen Jahren immer weiter um sich. Viele Platanenbesitzer fragen sich, ob man diesem Übel Herr werden kann. Aber wie?

 

Das Krankheitsbild

Bei der durch einen Pilz verursachten Massaria-Krankheit kommt es an älteren Platanen (meist über 40-jährige Bäume) zu einer verstärkten Totholzbildung in der unteren Krone. Der Absterbeprozess kann selbst bei armdicken Ästen sehr rasch verlaufen, z.T. innerhalb weniger Monate. Mit dem Absterben ist ein massiver Holzabbau verbunden. Kritisch ist, dass der Holzabbau auf der Astoberseite beginnt, während das Laub über die Astunterseite noch mit Wasser versorgt wird. Dadurch brechen die befallenen Äste sehr leicht und durch das hohe Gewicht des Laubes oft noch im grünen Zustand. Auffällige Symptome sind einem so einem frühen Stadium nicht ausgeprägt und können nur aus der Nähe auf der Astoberseite beobachtet werden. Dies macht den Einsatz von Hubarbeitsbühnen oder Kletterern erforderlich und bedeutet ein hohes Gefährdungspotenzial der Krankheit für die Verkehrssicherheit.

 

Symptome am Baum

Sofern der Ast nicht als Ganzes abstirbt, zeigen sich meist mehrere Meter lange Rinden- und Kambialnekrosen (Kambium = weiche dünne Zellschicht zwischen Holz und Rinde, von ihr geht das Wachstum aller holzigen Teile am Baum aus; Nekrose = abgestorbenes Gewebe). Frisch abgestorbene Bereiche sind an der leicht rosa bis rötlich gefärbten Rinde erkennbar. Die Nekrosen sind im Bereich des Astansatzes am breitesten und nehmen dort oftmals bis zur Hälfte des Astumfanges ein. Die abgestorbenen Bereiche erscheinen nach einigen Monaten schwärzlich, die Rinde wird rissig und blättert ab. Wird eine Nekrose angeschnitten, erkennt man eine grau-braune Verfärbung im Holzkörper, die tortenstückartig bis zum Mark reicht und zum gesunden Gewebe hin scharf abgegrenzt ist. Oft entwickelt sich mit dem Absterben der Rinde eine Fäule im Holzkörper. Stark geschädigte Äste brechen oftmals in der Nähe des Astansatzes. Befallen werden bevorzugt schwachwüchsige unterdrückt wachsende Äste. 

 

Was kann man tun?

Um die Verkehrssicherheit weiter zu gewährleisten, ist eine verstärkte Kontrolle notwendig. Ist ein Bestand befallen, sollten die betroffenen Äste entfernt werden. Derzeit werden unterschiedlich starke Eingriffe daraufhin erprobt, wie sie sich auf den Verlauf der Krankheit auswirken. Dauerhaft kommt es zu einer Verlichtung der unteren Kronenbereiche der Platanen, die jedoch deren Erscheinungsbild und Kronenform nur gering beeinträchtigt.

Deutlich sichtbare Verfärbung auf der Astoberseite, verursacht durch Massaria.

 

 

Die Platane

 

Die Platane kam im 17. Jahrhundert nach Deutschland. Weltweit gibt es etwa 8-10 Arten, die laubabwerfend oder immergrün sind. Vorwiegend angepflanzt wird hier die ahornblättrige Platane (Platanus x acerifolia), eine Kreuzung aus orientalischer Platane (Platanus Orientalis) aus dem südöstlichen Mittelmeerraum bis zum Himalaja und amerikanischer Platane (Platanus occidentalis). Sie wird bis zu 40 m hoch und sehr ausladend. Als raschwüchsiger und zugleich langlebiger Baum wird sie gerne im öffentlichen Grün verwendet. Dazu tragen auch ihre bisherige Robustheit und Schnittverträglichkeit bei.

Der Erreger und seine Verbreitung 


Verursacht wird die Massaria-Krankheit durch den Schlauchpilz (Ascomyceten) Splanchnonema platani, der bislang als Besiedler von abgestorbenen Ästen angesehen wurde. Die Krankheit war bis zum Jahr 2000 nur im Mittelmeerraum und den südlichen USA bekannt. Nördlich der Alpen wurde sie das erste Mal 2003 in Deutschland nachgewiesen. Die ersten Schäden zeigten sich nach dem heißen Sommer 2003, was zu dem Schluss führte, dass eine trocken-heiße Witterung den Erreger begünstigt. Umso mehr überrascht der aktuelle Befund, denn die die letzten Sommer waren deutlich kühler und feuchter.

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